Hinrunden-Fazit: Überall Spannung, nur an der Spitze nicht

Während wie nahezu jedes Jahr Ende Dezember auch diesmal wieder Rufe nach einer Abschaffung der Winterpause laut werden und rund um Weihnachten analog zur englischen Premier League Spieltage der Bundesliga gefordert werden, genießen die Profis der 18 Bundesligisten derzeit ihren kurzen Urlaub, ehe es Anfang Januar bei allen Klubs schon wieder mit der Vorbereitung auf die Rückrunde losgeht. Einen besseren Zeitpunkt für ein Zwischenfazit kann es daher gar nicht geben.

Trotz der Hoffnung, dass die Weltmeisterschaft mitsamt ihren hohen Belastungen Nachwirkungen haben und einen abermaligen Alleingang des FC Bayern München verhindern würde, scheint die Meisterschaft schon jetzt wieder entschieden. Die Bayern thronen über dem Rest der Liga und sind angesichts von 45 Punkten aus den ersten 17 Spielen zweifelsohne eine Klasse für sich.

Ebenfalls schon ein wenig abgesetzt hat sich trotz elf Punkten Rückstand auf die Bayern der VfL Wolfsburg, der sich anschickt, nach einigen schwierigen Jahren erstmals seit dem überraschenden Gewinn der Meisterschale anno 2009 wieder in die Champions League einzuziehen. Auf die Königsklasse und die damit verbundenen Millioneneinnahmen hoffen einige weitere Klubs. Auf den Plätzen drei bis sieben folgen nur durch zwei Punkte getrennt Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, der FC Schalke 04, der FC Augsburg und die TSG 1899 Hoffenheim. Gerade den FCA konnte man in diesem Bereich nicht erwarten, doch einmal mehr hat Augsburg für eine große Überraschung gesorgt und besitzt gute Chancen, am Ende der Saison erstmals international zu spielen. Darauf hoffen auf den Plätzen acht und neun stehend zumindest insgeheim auch Hannover 96 und Eintracht Frankfurt, ehe dann ab Rang zehn der Fokus klar auf dem Abstand zur Abstiegszone liegt.

Beginnend mit den Aufsteigern SC Paderborn und 1. FC Köln, die mit je 19 Punkten eine ordentliche Halbserie gespielt haben, sind alle dahinter platzierten Teams zum Kreis der Abstiegskandidaten zu zählen. Wie eng es dabei zugeht, zeigt der Abstand von nur vier Punkten zwischen Paderborn auf Platz zehn und dem Schlusslicht SC Freiburg. Punktgleich mit Freiburg und nur dank der besseren Tordifferenz nicht Letzter ist völlig überraschend Borussia Dortmund. Der BVB ist definitiv die Negativ-Überraschung schlechthin und muss sich wohl bereits jetzt gedanklich vom abermaligen Einzug in die Champios League verabschieden.

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