Tödlicher Autounfall – Der VfL Wolfsburg trauert um Junior Malanda

Die Bundesliga steht unter Schock. Kurz nachdem die 18 Vereine in den letzten Tagen das Training für die Ende Januar beginnende Rückrunde aufgenommen haben, sorgt eine tragische Meldung für tiefe Trauer im deutschen Fußball und insbesondere beim VfL Wolfsburg, der einen hochveranlagten Fußballer und allseits geschätzten Menschen verloren hat.

Am Samstagabend verbreitete sich die Nachricht vom Unfalltod von Junior Malanda, der nur 20 Jahre alt wurde, rasend schnell. Der belgische U21-Auswahlspieler, der sich schon seit längerem im Blickfeld des ebenfalls bestürzten Nationalstrainers Marc Wilmots befand, verunglückte auf dem Weg zum Flughafen in Braunschweig, von wo der VfL Wolfsburg ins Trainingslager nach Südafrika aufbrechen wollte, auf der A 2 nahe Porta Westfalica. Malanda saß auf der Rückbank des von einem gleichaltrigen Landsmannes, ebenfalls Fußballprofi, gesteuerten Wagens und wurde durch das Fenster aus dem Fahrzeug geschleudert, als dieses nach Angaben der Polizei wegen den widrigen Witterungsbedingungen nicht angepasster Geschwindigkeit ins Schleudern geriet. Malanda war nach Polizei-Angaben sofort tot.

Gegen 19 Uhr hatten auch die Verantwortlichen in Wolfsburg Gewissheit und informierten die Mitspieler Malandas. Gemeinsam wurde die Entscheidung getroffen, den Abflug nach Südafrika zunächst zu verschieben. Am heutigen Sonntag kamen Spieler, Manager Klaus Allofs und Trainer Dieter Hecking erneut zusammen und entschlossen sich am Vormittag, mit einem Tag Verspätung ins Trainingslager zu fliegen. „Wir haben uns entschieden, um 18 Uhr heute den Flug anzutreten. Das wäre auch im Sinne von Junior gewesen“, gab Manager Allofs bekannt, der bei seinem Statement in kleiner Presserunde noch immer unter dem Eindruck der schockierenden Nachricht des Vortages stand: „Junior war ein außergewöhnlicher Spieler, wie man ihn selten in seinen Händen hat. Er war jemand, den man lieb haben muss. Es ist sehr schwierig, wenn man an seinem Spind vorbeigeht und sich bewusst wird, dass er nicht mehr mit uns trainieren wird.“

Trainer Dieter Hecking, der beim übrigen Kader in den kommenden Tagen sicherlich auch reichlich psychologische Aufbauarbeit zu verrichten hat, gab unter Tränen nur einen kurzen Kommentar ab: „Die Lücke ist groß, die er hinterlässt.“

Die Anhänger des VfL planen derweil für 16 Uhr einen Trauermarsch. Am Haupteingang des Stadions wurden bereits zahlreiche Kerzen aufgestellt sowie Bilder und Blumen niedergelegt.

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