Hamburger SV lange ohne Lewis Holtby – Tolgay Arslan vor dem Absprung

Genau wie vor einem Jahr befindet such der Hamburger SV auch in diesem Winter vor einer schwierigen Rückrunde, die vermutlich lange Zeit im Zeichen des Abstiegskampfes stehen wird. Dafür spricht auf jeden Fall, dass die Vorbereitung auf die verbleibenden 17 Saisonspiele schon wieder weit davon entfernt ist, optimal zu verlaufen.

Während der in der Hinrunde nach verpasster Sommervorbereitung augenscheinlich nicht richtig fitte und deshalb nach seiner Form suchende Pierre-Michel Lasogga abermals von muskulären Problemen am vollen Training gehindert wird, fällt mit Lewis Holtby ein anderer Hoffnungsträger sogar monatelang aus. Der im August von den Tottenham Hotspurs zunächst ausgeliehene Mittelfeldspieler, dessen Kauf per Option schon sicher ist und im Sommer rund sechs Millionen Euro kosten soll, erlitt beim eigentlich sehr positiven 3:2 gegen Eintracht Frankfurt einen Schlüsselbeinbruch.

„Die Verletzung überstrahlt fast alles. Lewis war so gut drauf, er hat sich reingefressen, hat unser Spiel verinnerlicht. Er tut mir so leid“, konnte sich Trainer Josef Zinnbauer nicht über die gute Leistung seiner Elf im Test gegen den Bundesliga-Rivalen freuen. Vielmehr steht der HSV-Coach nun vor der Aufgabe, sein Mittelfeld neu zu planen. Dass Rafael van der Vaart und Valon Behrami in fittem Zustand die Doppelsechs bilden werden, gilt zwar als sicher, doch schon zum Auftakt der Rückrunde gegen den 1. FC Köln am 31. Januar fällt Behrami gesperrt aus.

Sehr wahrscheinlich keine Option ist dann mehr Tolgay Arslan, dessen seit längerem im Raum stehender Wechsel in die Türkei immer konkretere Formen annimmt. Der Mittelfeldspieler, dem vom HSV mitgeteilt wurde, in den Planungen keine große Rolle mehr zu spielen, verhandelt laut der „Morgenpost“ über seinen Berater derzeit mit Besiktas Istanbul und Trabzonspor, für die die vom HSV aufgerufene Ablöse von rund 500.000 Euro kein Problem darstellen dürfte.

Gleichzeitig würden diese Einnahmen zusammen mit dem eingesparten Gehalt Arslans zumindest etwas größeren Freiraum bei der Suche nach Neuzugängen ergeben. Im Fokus steht dabei nach wie vor Josip Drmic, den Bayer Leverkusen aber nicht ziehen lassen will oder zumindest nur unter der Voraussetzung, dass sich in der laufenden Transferperiode noch Ersatz findet. Ob das bis zum 2. Februar gelingt, ist aber überaus fraglich.

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